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Liebe Freunde der Evangelischen Gemeinde Kehlhof

Als ich das hörte, setzte ich mich hin und weinte. Ich trauerte tagelang, fastete und betete zum Gott des Himmels:
Nehemia 1,4

«Diese Sache hat mir ganz schön auf den Magen geschlagen. Da muss ich mich erst mal hinsetzen.» Solche Aussagen habt ihr vielleicht auch gehört und selbst ausgesprochen. Es sind negative Nachrichten, die einem so richtig durchschütteln. Die Bibel stellt uns mehrfach Menschen vor, die schlechte Neuigkeiten gehört haben und wie sie anschliessend damit umgegangen sind.

Nehemia ist solch ein Beispiel. Ihn erschüttert die trostlose Lage in Jerusalem. Das Volk und die Stadt haben keine Zukunft, wenn sich nicht etwas ändert. Dies schüttelt ihn durch und treibt ihn ins Fasten und Gebet. Dies ist umso erstaunlicher, wenn man seine damalige Position vor Augen führt: Nehemia war als Mundschenk des Königs von Persien in einflussreicher Position. Er war nach menschlichen Massstäben ein sehr erfolgreicher, wohlhabender Mann. Aber sein Interesse galt nicht der Ausweitung des persischen Reiches, ihn bewegte vielmehr der Wille Gottes für sein Volk in Jerusalem.

Wir leben in einer Situation, in der mindesten 9 von 10 Menschen in unserer Umgebung Jesus Christus nicht kennengelernt haben. Für viele unserer Zeitgenossen ist es ganz normal, so zu leben, als ob es Gott nicht geben würde. Und ich selbst habe mich auch daran gewöhnt. Aber ich will mich nicht daran gewöhnen. Es ist eine Not. Als Gemeinde bemerken wir seit längerer Zeit, dass trotz vieler Gebete und Projekte nur wenige zum lebendigen Glauben an Jesus Christus durchgebrochen sind. An der Retraite der Gemeindeleitung haben wir auch über dieses Thema gesprochen. Unser Fazit war: Wir wollen uns von der Situation nicht entmutigen lassen, sondern beten und ringen und nicht nachlassen. In den kommenden Monaten wirst du mehr erfahren, was wir betend ins Auge fassen wollen.

Anfang März wird Jarek Celebański aus Polen bei uns im Gottesdienst predigen. Von unseren polnischen Glaubensgeschwistern können wir lernen, wie sie missionarisch den Glauben leben. Dies ist ansteckend und macht Freude. Dietrich Bonhoeffer schrieb: «Die Kirche ist nur Kirche, wenn sie für andere da ist.» So bin ich gespannt, was Christus in der kommenden Zeit im Kleinen und im Grossen wirken wird.

Viele Grüsse aus dem Kehlhof und Gottes Nähe wünscht euch
Stephan

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